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Zur Weihnachtszeit

Keine Lebensmittel in den Abfall und bewussten Umgang mit Geschenkverpackungen fördern

St. Pölten (19.12.2018) – Anlässlich der kommenden Weihnachtsfeiertage macht LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf auf Maßnahmen zur Vermeidung von Abfällen aufmerksam: „Wir wollen die durchschnittlichen 300 Euro, die ein niederösterreichischer Haushalt an Lebensmittel im Jahr wegwirft, verringern. Ebenso wollen wir Verpackungen reduzieren. Mit konkreten Informationsmaßnahmen verstärkt Niederösterreich in der kommenden Festzeit seine Bemühungen.“ Er zeigt sich überzeugt, dass die Bevölkerung mit praktischen Tipps ein noch höheres Bewusstsein im Umgang mit Abfall entwickelt. „Die NÖ Umweltverbände schalten niederösterreichweit TV- und Radiospots und Inserate. Sie bieten auch einen eigenen Infoschwerpunkt auf ihren Webseiten an, damit weniger Lebensmittel im Abfall landen und geben zahlreiche Tipps, um den Müll zu reduzieren. Richtiges Sammeln und Trennen ist dabei ganz wesentlich,“ erklärt Pernkopf.

Planung und Kreativität: Abfallvermeidung beim Einkauf leicht gemacht
Gerade in der Weihnachtszeit bietet der Lebensmittelhandel eine Vielzahl an Produkten an. So manche Bürgerin und Bürger sieht sich einem Überangebot gegenüber. LAbg. Bgm. Anton Kasser, Präsident des Vereins „die NÖ Umweltverbände“, führt hierzu aus: "Hunger und der wirkliche Bedarf spielen in den wenigsten Fällen eine Rolle. Viel mehr beeinflussen Präsentation, Werbung und Sonderangebote die Kaufentscheidungen. Nur eine bewusste Planung vor dem Lebensmitteleinkauf hilft dabei, dass man Abfälle vermeidet." Erhebungen gehen beispielsweise davon aus, dass zur Weihnachtszeit bis zu 20 Prozent mehr Papier anfällt. Um das Recycling zu erleichtern, muss es beispielsweise nicht immer Hochglanz-Papier oder bedruckte Metallfolie als Geschenkpapier sein. Verleihen Sie ihren Geschenken eine persönliche Note mit Packpapier oder umweltfreundlichen Schachteln, die sie originell bemalen oder bekleben. Auch aus Stoffresten, alten Kleidungsstücken oder Körben, kann man originelle Verpackungen gestalten. „Jeder Einzelne trägt zu einer sauberen Umwelt bei. Keine Maßnahme ist zu klein,“ argumentieren Pernkopf und Kasser. Das von der Bundesregierung geplante Verbot von Plastiksackerln spielt hier ebenso eine wichtige Rolle. Pernkopf und Kasser betonen: „Für Niederösterreich ist das geplante Plastiksackerlverbot ein wesentlicher Beitrag zu einer funktionierenden Abfall- und Kreislaufwirtschaft. “

Abfallarme Festzeit: Auf das hohe Bewusstsein in der Bevölkerung aufbauen
„Studien zeigen, dass sich die Österreicher bereits erfolgreich bemühen mit wiederverwertbarer Dekoration und durchdachten Lebensmitteleinkäufen das Abfallaufkommen zur Weihnachtszeit zu verringern. Die Zahlen belegen auch, dass oft eigene Stofftaschen oder Körbe verwendet werden,“ weist Pernkopf auf das hohe Engagement und das schon vorhandene Bewusstsein in der Bevölkerung hin. Weit über drei Viertel der über 50-Jährigen achtet laut einer Studie zu Weihnachten auf Mülltrennung. „Auch die Jugend wollen wir noch zusätzlich motivieren. Mit der ganzjährigen APPetit-Schulstunde, einem Projekt zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen, setzen wir hier besonders an,“ führt Anton Kasser aus. In der von den NÖ Umweltverbänden und dem Land NÖ eigens konzipierten Schulstunde und einer Web-App, wird Jugendlichen die Bedeutung und Auswirkung von Lebensmittelverschwendung vermittelt. „In der stillen und besinnlichen Zeit sollen wir bewusst an unsere Umwelt und künftige Generationen denken. Nicht nur der clevere Festeinkauf ist eine Maßnahme. Wiederverwendbare Verpackungen wie beispielsweise Stoffsäcke oder bereits gebrauchte, aber noch verwendbare, Schachteln sind ein wesentlicher Beitrag für eine abfallarme Festzeit," endet Stephan Pernkopf.

Über die NÖ Umweltverbände
Der Verein „Die Niederösterreichischen Umweltverbände" ist der freiwillige Zusammenschluss der NÖ Umweltverbände, Städte, Statutarstädte und dem Land Niederösterreich auf dem Gebiet der Abfallwirtschaft. Er wurde 1993 als "Niederösterreichischer Abfallwirtschaftsverein" gegründet. Von den 573 niederösterreichischen Gemeinden sind 559 vertreten. (Schluss)


Rückfragehinweis:
Die NÖ Umweltverbände
Mag. Florian Beer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 02742 / 23 00 60 - 206