Eine gemeinsame Maßnahme der KEMs Amstetten Nord und Amstetten Süd

EEG Region Amstetten: Interessensbekundung läuft bis 31.10.2022!

Gemeinsam Strom produzieren, handeln & verbrauchen!

Die EEG Region Amstetten hat ihre Plattform geöffnet. Sie können via QR-Code oder unter https://energiegemeinschaften.ezn.at/eeg-amstetten ihre Interessensbekundung abgeben. Klicken Sie sich durch die Plattform und melden Sie uns ob Sie Produzent z.B. PV-Anlagenbesitzer oder Konsument (Strombezieher) sind. In den nächsten Monaten werden alle Interessensbekundungen gesammelt und anhand der Daten eine Tarifgestaltung berechnet.
Je mehr Menschen sich beteiligen, und je ausgewogener das Verhältnis von Konsument und Produzent ist, desto besser. Nach der Phase der Potentialabschätzung - anhand der Interessensbekundungen - folgt die Vereinsgründung und der Start der EEG Region Amstetten im Herbst 2022.

Werden Sie Teil der Energiewende!

In einer Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft schließen sich Privathaushalte, die Gemeinde und/oder Klein- und Mittelbetriebe zusammen, um regionale Elektrizität gemeinsam zu nutzen!


Gründe zum Mitmachen:


  • sauberer, klimafreurdlicher Strom
  • Wertschöpfung für die Region
  • Leitungsnetze entlasten


EEG Region Amstetten - Informationsmaterial

Dem Gesetz nach liegt der Zweck von Energiegemeinschaften im Nutzen für das Gemeinwesen. Energiegemeinschaften sollen ihren Mitgliedern und den Gebieten, in denen sie tätig sind, ökologische, wirtschaftliche und sozialgemeinschaftliche Vorteile bringen. Wir freuen uns wenn Sie das Projekt  "EEG Region Amstetten" in der Bewerbung unterstützen; hier finden sie entsprechende Materialen zum Download.


Die Factsheets der ENU bieten Haushalten alle Infos auf einen Blick.

Neue Chancen für den Ausbau Erneuerbarer Energie

Strom konnte bislang nur innerhalb der eigenen Grundstücksgrenze geteilt werden, z.B. durch eine gemeinschaftliche Erzeugungsanlage am Dach eines Wohnhauses. Der Beschluss des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) im Jahr 2021 ändert das und eröffnet für ErzeugerInnen von sauberem Strom ganz neue Möglichkeiten: Ab sofort können Erneuerbare Energiegemeinschaften (EEG) gegründet werden. Innerhalb einer EEG können die Mitglieder Strom handeln. D.h. der Überschuss-Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage kann, anstatt ins Stromnetz eingespeist, an NachbarInnen verkauft werden. Das System ist aber nicht auf Photovoltaik begrenzt, es kann für alle erneuerbaren Energieträger angewendet werden.

FAQ Allgemein

Wie kann ich bei der EEG mitmachen?
Sie können sich unverbindlich vormerken lassen. Dafür geben Sie Ihre Adresse, Kontaktinformationen und Informationen zum Stromverbrauch und/oder der Stromerzeugung auf https://energiegemeinschaften.ezn.at/eeg-amstetten ein. Fällt ihre Adresse in das Versorgungsgebiet eines regionalen Umspannwerkes dann erhalten Sie (nach Vereinsgründung) einen Beitrittsvertrag, in dem die Statuten und Strompreise der Erneuerbaren-Energiegemeinschaft festgelegt sind. Wenn Sie mit diesem Vertrag einverstanden sind, können Sie der EEG Region Amstetten beitreten. Danach erhalten Sie zusätzlich zur herkömmlichen Stromrechnung eine Abrechnung vom Strombezug aus der EEG Region Amstetten bzw. eine Vergütung für den abgegebenen Überschussstrom
Warum sollten Erzeugung und Verbrauch innerhalb der EEG zusammenpassen?
Ähnlich wie mit dem Eigenverbrauch bei einer Photovoltaik-Anlage bringt eine Energiegemeinschaft die meisten Vorteile, wenn der durch die Teilnehmer eingebrachte Strom zeitgleich von den verbrauchenden Teilnehmern genutzt wird. Um dies gewährleisten zu können ist es wichtig, Teilnehmer mit einem möglichst unterschiedlichen Verbrauchsverhalten in einer Gemeinschaft zu haben. Dies ermöglicht, dass z.B. der gesamte untertags produzierte PV-Strom gleich von den Teilnehmern innerhalb Ihrer EEG verbraucht wird. Denn die Vorteile einer EEG gelten nur für den innerhalb der Gemeinschaft produzierten und verbrauchten Strom.
Was wenn kein regionaler Strom produziert wird?
Wird kein regional produzierter, erneuerbarer Strom von der EEG bereitgestellt, deckt der aktuelle Energielieferant den Energiebedarf. Die Energieversorgung ist damit sicher wie bisher! Der von den Teilnehmern konsumierte Strom reduziert den Energiebezug vom bestehenden Energielieferanten. Ermittelt werden die Verbrauchsdaten durch den Einsatz von „Smart Meter“.
Warum braucht man einen Smart-Meter?
Ein Smart-Meter ist ein elektronischer Stromzähler. Das besondere an einem Smart-Meter ist, dass er im Viertelstunden-Takt den tatsächlichen momentanen Verbrauch bzw. die momentane Produktion misst. Dies ist wichtig, weil in einer Energiegemeinschaft die momentane Erzeugung zeitgenau dem momentanen Verbrauch zugeordnet wird. Diese Zuordnung - im Fachjargon "clearing" genannt - übernimmt der Netzbetreiber.

Die Region Amstetten ist bei der Smart Meter-Ausrollung bereits sehr weit. Aber sollten Sie bis jetzt keinen Smart-Meter besitzen, können Sie den Tausch bei Ihrem Netzbetreiber anfordern. Wollen Sie Mitglied einer Energiegemeinschaften werden, hat der Netzbetreiber laut Gesetz binnen zwei Monate einen Smart-Meter zu installieren.
Warum ist die geografische Nähe von Erzeuger und Verbraucher ein Vorteil in einer Energiegemeinschaft?
Man unterscheidet bei den Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaften zwischen den „lokalen“ Energiegemeinschaften, bei denen die Teilnehmer einer Energiegemeinschaft über einen gemeinsamen Trafo verbunden sind, und „regionalen“ Energiegemeinschaften, bei denen die Teilnehmer über dasselbe Umspannwerk miteinander verbunden sind. Bei der lokalen EEG erfolgt der Energieaustausch innerhalb einer Trafostation, somit ist die Einsparung von Netzgebühren etwas höher als bei einer regionalen EEG, wo der Energieaustausch im Umspannwerk erfolgt.
Warum installiert der GDA bzw. die Klima- und Energie-Modell Region Amstetten eine EEG?
Unser Ziel sind mehr regional erzeugte Erneuerbare Energien! Dabei wurde uns schnell klar, dass dies regional gedacht werden muss und der Versorgungsbereich der Umspannwerke sinnvoll ist. Durch eine höhere Anzahl von Teilnehmern kann ein besserer Ausgleich von Produktion und Verbrauch erfolgen.
Wie wird die geplante EEG Region Amstetten organisiert?
Die Gründung und Organisation der EEG Region Amstetten erfolgt innerhalb der bestehenden Strukturen des GDA. Die EEG Region Amstetten wird aber jedenfalls eine eigenständige Rechtspersönlichkeit als Verein.

Aufgaben des Vereins:
• Der Verein definiert Regeln für das Funktionieren der EEG und legt auf Basis der ermittelten Erzeugungs- und Verbrauchsdaten der EZN die Vergütungs- und Verbrauchsrechnungen an die Mitglieder der Erneuerbaren Energiegemeinschaft.

• Produzieren einige Mitglieder der EEG gerade mehr Strom, als sie verbrauchen, so wird dieser automatisch auf die anderen Mitglieder der EEG aufgeteilt. Wenn z.B. am Vormittag der Sonnenstrom aus der Photovoltaikanlage eines EEG-Mitglieds nicht vollständig verbraucht wird, kann damit beispielsweise eine Volksschule oder der Kindergarten mit diesem Strom versorgt werden, wenn diese auch Mitglieder der EEG sind. Das passiert ganz automatisch über die Intelligenten Messgeräte (Smart Meter) welche vom Netzbetreiber bereitgestellt werden.

• Der von den Mitgliedern konsumierte PV-Strom reduziert somit einerseits den Energiebezug von den Energielieferanten und andererseits die Überschusseinspeisung in das Stromnetz.

• Je mehr PV-Anlagenbesitzer daran teilnehmen, desto mehr Überschuss PV-Strom kann an andere Mitglieder der Energiegemeinschaft abgegeben werden.

• Mindestens genauso wichtig ist jedoch auch, dass sich entsprechend viele Energieabnehmer, welche keine eigene PV Anlage installieren können/wollen, als Mitglieder der Erneuerbaren Energiegemeinschaft anmelden. Nur so kann der Überschussstrom von PV Anlagenbesitzern der EEG-ASTEG auch direkt in der Region verbraucht werden.

• Ein Wechsel des Energielieferanten ist für Mitglieder der EEG ASTEG nicht erforderlich.

• Ist in der Energiegemeinschaft kein Überschuss von PV-Strom vorhanden, dann wird der Energiebedarf von dem jeweiligen Energielieferanten des Kunden gedeckt. Die Energieversorgung der EEG Mitglieder ist damit zu jedem Zeitpunkt zu 100% sichergestellt!

FAQ Tarif & Verrechnung

Wie funktioniert eine EEG verrechnungstechnisch?
Energiedienstleister wie die EZN übernehmen die technische und wirtschaftliche Konzeption der Energiegemeinschaften. Den Abgleich zwischen lokalem Verbrauch und der Erzeugung auf Basis der Zählerdaten des Smart Meters übernimmt der Netzbetreiber. Die dafür erforderlichen Verrechnungsdaten werden der EEG über die EZN zur Verfügung gestellt. Mitglieder der EEG erhalten zukünftig zwei Energierechnungen, eine vom aktuellen Energieversorger und eine weitere von der EEG Region Amstetten, über jenen Strom welcher aus der EEG bezogen wurde. Mitglieder der EEG welche anderen Mitgliedern Überschussstrom zur Verfügung stellen (Einspeiser) erhalten für den abgenommenen Strom von der EEG eine Vergütung gemäß den geltenden Statuten der Energiegemeinschaft.
Wer schickt die Rechnung
Mitglieder der Energiegemeinschaft erhalten zukünftig zwei Energierechnungen. Eine vom aktuellen Energielieferanten und eine der EEG Region Amstetten über den abgenommenen bzw. eingespeisten Strom.
Wie hoch ist der Einspeisetarif für Produzenten?
Stromproduzenten erhalten eine Vergütung gemäß den geltenden Regeln der Energiegemeinschaft. Diese werden anhand der Interessentenbekundungen ermittelt und mit Start der EEG bekannt gegeben werden.
Wie hoch ist der Stromtarif für Strombezieher?
Der Stromtarif wird anhand der Interessentenbekundungen bis Ende 2022 ermittelt. Für die Tarifberechnung spielen viele Faktoren eine Rolle: Wie viel Strom wird eingeliefert, Welche Mengen werden benötigt, Wie verteilen sich die Spitzenlasten, etc. Die Berechnung erfolgt durch Experten der „Energiezukunft Niederösterreich“ (kurz: EZN).

Wenn die EEG Region Amstetten eine Mindestteilnehmerzahl erreicht, wird der Verein gegründet und Sie erhalten einen Vertrag mit allen Konditionen. Nach Vertragsunterzeichnung sind Sie Mitglied der EEG Region Amstetten. Sie erhalten, dann einen Vertrag zugesandt, Der Start der EEG wird im Herbst 2022 bekannt gegeben werden. Aktuell können keine seriösen Tarifauskünfte genannt werden.

FAQ für GDA Gemeinden

Wir haben Volleinspeiser-Potovoltaikanlagen. Sollen wir teilnehmen?
Bei alten Verträgen empfiehlt sich eine Einzelfallprüfung. Viele Verträge der GDA-Gemeinden (z. b. ÖMAG) laufen in einigen Monaten aus. Wenn ihre PV-Anlage einen sehr guten Einspeisetarif hat, dann können Sie der EEG auch nach Vertragsablauf beitreten. Grundsätzlich gilt: je mehr PV-Anlagen an der EEG teilnehmen, desto mehr PV-Strom kann von den Teilnehmern der EEG abgenommen werden.
Wie sind die verringerten Netzentgelte für EEGs geregelt?
Alle Netzentgelte, die für den Stromverbrauch anfallen sind in der Systemnutzungsentgelte-Verordnung, die jährlich angepasst wird, geregelt. Die verringerten Netzentgelte für Erneuerbare Energiegemeinschaften sind ebenfalls in dieser Verordnung festgelegt (SNE-V 2018 - 2. Novelle 2021). Teilnehmer einer lokalen EEG sparen 57 % der Arbeitspreise für das Netznutzungsentgelt und Teilnehmer einer regionalen EEG 28 %.
Privatpersonen in meiner Gemeinde möchten eine lokale EEG gründen. Ist dies möglich?
Ja, lokale Energiegemeinschaften sind möglich. Jeder Teilnehmer kann aber nur in einer EEG Mitglied sein.

Die Weichen sind gestellt!

Die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Amstetten beschäftigt sich in der dreijährigen Weiterführungsphase (2021-2024) intensiv mit dem Thema erneuerbare Energiegemeinschaften (EEG). Die KEM wird die Region über die Funktion, verschiedene Arten und rechtliche Grundlagen von EEGs informieren und als Beratungsstelle zur Verfügung stehen. Ziel der KEM ist es Bemühungen für EEGs in der Region zu bündeln und die optimalen Ausprägungen, abgestimmt auf jede lokale Energiegemeinschaft zu finden. 

Zukünftig sollen alle Bürger und Bürgerinnen der Region die Möglichkeit haben, Mitglied in einer Erneuerbaren Energiegemeinschaft zu werden. Dazu verfolgt die KEM das Ziel eine "Energiegemeinschaft Region Amstetten" zu gründen. 

Startschuss für das Projekt und eine erste allgemeine Information über Energiegemeinschaften und die Pläne der KEM erfolgte im Rahmen eines GDA-Kompakt (online) am 7. Dezember 2021.


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GDA und EZN arbeiten an einer Energiegemeinschaft für die gesamte Region Amstetten.

Nachschau - GDA-Kompakt 7. Dezember 2021

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Präsentation von LAbg. Bgm. Anton Kasser
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Präsentation von DI Roland Matous (EZN)

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