Urteil: Gerettet. Rest(e)los glücklich.

Nicht alles, was abgelaufen, schrumpelig oder übrig bleibt, gehört in die Tonne. Manchmal braucht es nur einen zweiten Blick und ein bisschen Kreativität, um aus vermeintlichen Resten wieder etwas Köstliches zu machen.
Die Gurke liegt schon ein paar Tage im Kühlschrank. Beim letzten Einkauf war sie noch knackig und frisch, inzwischen ist sie etwas weicher geworden, wirkt schrumpelig oder hat vielleicht eine kleine Druckstelle. Ein Fall für die Tonne? Nicht unbedingt! Denn nicht jede Gurke mit kleinen Makeln muss entsorgt werden. Oft lässt sich ein großer Teil noch problemlos verwenden, denn weiche oder beschädigte Stellen können einfach großzügig weggeschnitten werden. Der restliche Teil eignet sich wunderbar für einen frischen Salat, eine kalte Gurkensuppe oder als Zutat für viele andere Gerichte. Unperfekt kann genauso köstlich sein!
Nebenschauplatz: Die Resteküche
Die Gurke ist dabei nur ein Beispiel. In unseren Haushalten bleiben täglich Lebensmittel und Lebensmittelreste übrig, die noch viel zu schade für den Abfall sind. Bei genauerer Spurensuche zeigt sich jedoch: Daraus lässt sich noch einiges machen.
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Nicht vermeidbare Lebensmittelreste – trotzdem steckt noch etwas drin
Manche Teile von Lebensmitteln lassen sich nur schwer vermeiden. Doch auch hier lohnt sich ein zweiter Blick:
- Erdbeerenden: zu Sirup oder aromatisiertem Wasser verarbeiten
- Parmesanende: in Suppen oder Saucen mitkochen und für mehr Geschmack sorgen
- Karottengrün: zu Pesto verarbeiten
- Selleriegrün: fein hacken und zum Beispiel als aromatische Zutat für ein Brathendl verwenden
- Gemüsereste: sammeln und zu Suppengewürz oder Gemüsebrühe verarbeiten
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Vermeidbare Lebensmittel – nicht zu früh abschreiben
Manche Lebensmittel landen im Abfall, obwohl sie noch genießbar wären. Hier hilft ein genauer Blick:
- Gurke mit kleinen Makeln: Weiche oder beschädigte Stellen großzügig entfernen und den Rest weiterverwenden.
- Übrig gebliebene Beilagen: in Aufläufen, Laibchen, Pfannen oder Salaten weiterverwenden
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Zu viel, zu groß, zu spät – Übermengen clever retten
Manchmal ist nicht das Lebensmittel das Problem, sondern einfach die Menge. Wer zu viel eingekauft, gekocht oder geerntet hat, kann mit den richtigen Methoden verhindern, dass wertvolle Lebensmittel verloren gehen:
- Große Mengen an Tomaten, Zucchini oder Kürbis: einkochen, einlegen, einfrieren oder zu Suppen und Saucen verarbeiten
- Zu viel gekocht: Reste für den nächsten Tag aufheben oder in einem neuen Gericht weiterverwenden
- Zu viel eingekauft: mit Familie, Freund, Nachbar oder Kolleg:innen teilen oder über Foodsharing weitergeben
Die soziale Spur: Teilen statt wegwerfen
Manchmal ist die Menge einfach zu groß, um alles selbst zu verbrauchen. Wer Lebensmittel mit Nachbar, Freund, Kolleg oder über Foodsharing teilt, verhindert, dass Genießbares im Abfall landet. Auch Supermärkte und andere Lebensmittelbetriebe können gemeinsam mit sozialen Einrichtungen und Foodsharing-Initiativen einen wichtigen Beitrag leisten und genießbare Lebensmittel weitergeben.
Und manchmal beginnt die Rettung sogar schon am Feld: Das Wiener Unternehmen unverschwendet zeigt, wie aus Obst und Gemüse, das aufgrund von Größe, Form oder Überproduktion nicht in den Handel gelangt, noch wertvolle Lebensmittel entstehen können wie etwa Chutneys, Marmeladen oder Säfte.
Kein Fall für die Tonne
Die Gurke mit dem Makel hätte nie zum Fall für die Tonne werden müssen. Und auch viele andere Lebensmittel sind bei genauerem Hinsehen noch bestens verwendbar. Ob kreative Rezepte, richtiges Haltbarmachen oder das Teilen mit anderen, oft braucht es nur einen zweiten Blick. Das Urteil ist eindeutig: gerettet. Rest(e)los glücklich.