Am 15. Mai 2025 fand am Betrieb Ruckensteiner in Biberbach die Abschlussveranstaltung des gemeinsamen Projekts der KLAR! Region Amstetten und der Bezirksbauernkammer Amstetten statt. Im Mittelpunkt stand die Ackerbaumethode Direktsaat – eine minimal-invasive Form der Bodenbewirtschaftung, die Erosion vorbeugt und somit einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel leistet.
Mehr als 30 Landwirtinnen und Landwirte nahmen an der Feldbegehung teil. Sie nutzten die Gelegenheit, sich mit Fachleuten und Berufskollegen auszutauschen und praxisnahe Informationen mitzunehmen. Die Referenten Josef Wasner, Harald Schally (LK NÖ), Bernhard Fromhund (Bezirksbauernkammer Amstetten) und Gastgeber Stefan Ruckensteiner berichteten von ihren Erfahrungen und diskutierten neben den Grundlagen und Erkenntnissen zur Direktsaat auch aktuelle Themen wie Pflanzenschutz, Düngung und Krankheitsmonitoring. Die Veranstaltung war als Weiterbildung für den NÖ Pflanzenschutz-Sachkundeausweis im Ausmaß von drei Stunden anerkannt.
Im Rahmen des Projekts wurden in den letzten zwei Jahren mehrere erosionsgefährdete Ackerflächen im Bezirk mit Direktsaat bearbeitet. Ziel war es, die Eignung der Methode speziell für Hanglagen zu erproben, Praxiserfahrungen zu sammeln, Vorteile wie den Schutz vor Bodenerosion bei Starkregen sichtbar zu machen – aber auch offen über Herausforderungen zu sprechen. Denn eine zukunftsfähige Landwirtschaft braucht nicht nur neue Methoden, sondern auch den offenen Dialog über deren Umsetzung.
Die KLAR! Region Amstetten setzt sich für Maßnahmen ein, die die Region widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels machen. Das Projekt zur Förderung der Direktsaat ist ein Beispiel dafür, wie klimawandelangepasste Landwirtschaft konkret aussehen kann: nachhaltig, praxisnah und mit dem Ziel, die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu sichern.