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Experiment „Direktsaat – Erosionsschutz“

Mit der Maßnahme soll auf die hohe Schutzwirkung der Ackerbauweise „Direktsaat“ gegen Bodenerosion hingewiesen werden. Auf drei gefährdeten bzw. an Hängen liegenden Versuchsflächen soll im Versuchszeitraum bis 2025 eine Verringerung der Bodenerosion bzw. eine Verringerung der Gefahr von Bodenerosion nachgewiesen werden.

Bei der Direktsaat erfolgt vor der Aussaat keine Bodenbearbeitung. Nach der Ernte bleiben die biogenen Reste der Vorkultur als Mulch auf der Ackeroberfläche liegen, und die neue Saat wird durch schmale Schlitze eingebracht. Diese minimal-invasive Technik schützt den Boden durch die Wurzeln der früheren und neu gesäten Pflanzen, wodurch die Anfälligkeit für Erosion durch Wasser und Wind stark reduziert wird. Das Projekt konzentriert sich auf erosionsgefährdete Flächen und Hanglagen und fördert nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken, die den Boden schützen und die Bodenfruchtbarkeit erhalten.

In Kooperation mit der Bezirksbauernkammer (BBK) Amstetten trägt das Projekt durch die Förderung der Direktsaat zur nachhaltigen Landwirtschaft bei, indem es das Bewusstsein für diese Methode schärft und ihre Vorteile thematisiert. Zudem unterstützt es die Anpassung an den Klimawandel, insbesondere im Hinblick auf Starkregenereignisse, in der Region Amstetten.


Projektabschluss in Biberbach

15.05.2025

Am 15. Mai 2025 fand am Betrieb Ruckensteiner in Biberbach die Abschlussveranstaltung des gemeinsamen Projekts der KLAR! Region Amstetten und der Bezirksbauernkammer Amstetten statt. Im Mittelpunkt stand die Ackerbaumethode Direktsaat – eine minimal-invasive Form der Bodenbewirtschaftung, die Erosion vorbeugt und somit einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel leistet.

Mehr als 30 Landwirtinnen und Landwirte nahmen an der Feldbegehung teil. Sie nutzten die Gelegenheit, sich mit Fachleuten und Berufskollegen auszutauschen und praxisnahe Informationen mitzunehmen. Die Referenten Josef Wasner, Harald Schally (LK NÖ), Bernhard Fromhund (Bezirksbauernkammer Amstetten) und Gastgeber Stefan Ruckensteiner berichteten von ihren Erfahrungen und diskutierten neben den Grundlagen und Erkenntnissen zur Direktsaat auch aktuelle Themen wie Pflanzenschutz, Düngung und Krankheitsmonitoring. Die Veranstaltung war als Weiterbildung für den NÖ Pflanzenschutz-Sachkundeausweis im Ausmaß von drei Stunden anerkannt.

Im Rahmen des Projekts wurden in den letzten zwei Jahren mehrere erosionsgefährdete Ackerflächen im Bezirk mit Direktsaat bearbeitet. Ziel war es, die Eignung der Methode speziell für Hanglagen zu erproben, Praxiserfahrungen zu sammeln, Vorteile wie den Schutz vor Bodenerosion bei Starkregen sichtbar zu machen – aber auch offen über Herausforderungen zu sprechen. Denn eine zukunftsfähige Landwirtschaft braucht nicht nur neue Methoden, sondern auch den offenen Dialog über deren Umsetzung.

Die KLAR! Region Amstetten setzt sich für Maßnahmen ein, die die Region widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels machen. Das Projekt zur Förderung der Direktsaat ist ein Beispiel dafür, wie klimawandelangepasste Landwirtschaft konkret aussehen kann: nachhaltig, praxisnah und mit dem Ziel, die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu sichern.


Erste Feldbegehung

25.03.2024

Ende März fand die erste Feldbegehung statt, bei der die besondere Eignung der Direktsaat für Hanglagen erörtert wurde. Neben den Teilnehmenden waren auch weitere interessierte Landwirte anwesend. Besprochen wurden verschiedene Begrünungsmischungen und ihre Bedeutung für die Bodenfruchtbarkeit sowie unterschiedliche Anbaumethoden, von Direktsaat bis hin zur Mulchsaat. Diese Methode zeigt vielversprechende Ergebnisse im Schutz des Bodens und der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, was angesichts der zunehmenden Extremwetterereignisse von großer Bedeutung ist.


Startworkshop abgehalten – Versuchszeitraum startet

12.06.2023

Mit den teilnehmenden Landwirten wurde ein Startworkshop zum Thema Direktsaat abgehalten. Dabei wurde auf diese Bewirtschaftungsart, ihre Vorteile und die Ziele des Projekts eingegangen. Ab Juli 2023 stellen die Teilnehmenden ihre Bewirtschaftungsart auf den entsprechenden gefährdeten Flächen auf Direktsaat um. Ob und wie stark sich eine Verringerung der Gefahr von Bodenerosion feststellen lässt, wird bei den kommenden Feldbegehungen überprüft.


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