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Die Projekte „Möglichkeiten der Versickerung“ der KLAR! Amstetten Süd und „Retention – eh klar!“ der KLAR! Amstetten Nord widmen sich der effektiven Bewältigung von Starkregenereignissen und Überschwemmungen, die durch den Klimawandel zunehmend an Häufigkeit zunehmen.
Ziel ist es, Verantwortliche und die breite Öffentlichkeit über innovative, kostengünstige Lösungen zu informieren und Best-Practice-Beispiele zur Umsetzung zu präsentieren. Veranstaltungen und Beratung durch die KLAR! bieten praxisnahe Unterstützung für die zukünftige Umsetzung von Retentionsprojekten.
Die Marktgemeinde Seitenstetten setzt ein starkes Zeichen im Umgang mit den spürbaren Auswirkungen des Klimawandels. Durch gezielte Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel begegnet die Gemeinde den Herausforderungen unserer Zeit und verbessert gleichzeitig die Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger nachhaltig.
In enger Zusammenarbeit mit der KLAR! Region Amstetten Süd (Klimawandel-Anpassungsmodellregion) wurden in Seitenstetten bereits mehrere konkrete Projekte umgesetzt. Ein Beispiel dafür ist der versickerungsfähige Parkplatz beim Fußballplatz:
Die neu gestaltete Parkfläche wurde mit einem wasserdurchlässigen Belag versehen. Dadurch wird die Bodenversiegelung reduziert, die natürliche Versickerung von Regenwasser gefördert und das Risiko von Überflutungen deutlich verringert – ein wichtiger Beitrag zu einem zukunftsfähigen lokalen Wassermanagement.
Mit der umfassenden Neugestaltung des Hauptplatzes setzt die Stadt Amstetten ein starkes Zeichen für klimagerechte Stadtplanung. Das Projekt verbindet Aufenthaltsqualität mit effektiven Klimaanpassungsmaßnahmen – ein Paradebeispiel für die Prinzipien, wie sie auch im Rahmen der KLAR! Region Amstetten angestrebt werden.
Die klimatischen Veränderungen – von häufigeren Hitzewellen bis zu intensiven Starkregen – machen insbesondere den dicht verbauten Stadtgebieten zu schaffen. Die Antwort: Österreichs größte Schwammstadtanlage mitten im Zentrum. Rund 100 klimafitte Bäume sorgen künftig für wohltuenden Schatten. Ein intelligentes Bodensystem nach dem Schwammstadt-Prinzip speichert bis zu 370.000 Liter Regenwasser und entlastet damit den Kanal bei Unwettern. Gleichzeitig verbessert es durch Verdunstung das Mikroklima.
Die Bevölkerung wurde intensiv eingebunden – über 10.000 Menschen brachten sich mit Ideen ein. Auch die beliebten Stadtsafaris trugen zur gemeinsamen Gestaltung bei.
Das Projekt wurde beim KLAR!-Stammtisch als Best-Practice vorgestellt. Gemeinsam mit dem MakerSpace Amstetten und der Kooperativen Nachhaltigen Zukunft wurde das Konzept der Schwammstadt ausführlich diskutiert. Gartenexperte Anton Rath und Vizebürgermeister Markus Brandstetter zeigten auf, wie durchlässige Flächen, Regenwasserspeicherung und naturnahe Begrünung Städte klimafit machen – ganz im Sinne der KLAR!-Ziele.
Der neue Hauptplatz zeigt, wie sich Städte an den Klimawandel anpassen können – mit Natur, Innovation und Beteiligung. Ein echtes Vorzeigeprojekt, das auch außerhalb Amstettens für Aufmerksamkeit sorgt.
Am 27. Mai 2024 fand eine erfolgreiche Fachexkursion zur Entsiegelung und Kühlung durch Begrünung statt, organisiert von der Klimawandelanpassungsmodellregion Amstetten und Natur im Garten. Die Veranstaltung bot Gemeindemitarbeitern und Bauhofmitarbeitern aus dem gesamten Bezirk die Möglichkeit, sich umfassend über innovative Maßnahmen zur Klimawandelanpassung und ökologische Grünraumgestaltung zu informieren.
In Amstetten wurden die Teilnehmer durch Vizebürgermeister Markus Brandstetter in das Schwammstadtprinzip eingeführt und konnten die größte Schwammstadt-Baustelle Niederösterreichs besichtigen. Dort wurden das innovative System zur Regenwassernutzung und Stadtklimaverbesserung präsentiert.
Nach einem informativen Teil in Amstetten ging es per Bus weiter nach Waidhofen an der Ybbs. Bürgermeister Mag. Werner Krammer begrüßte die Teilnehmer, und Stadtgärtner Jan Michael Fabian führte durch die ökologisch gestalteten Grünräume der Stadt. Die Teilnehmer erhielten wertvolle Einblicke in Bepflanzung, Pflege und die nachhaltige Stadtgestaltung.
Die Exkursion bot den Teilnehmern die Möglichkeit, praktische Informationen und Anregungen für die Umsetzung in ihren eigenen Gemeinden zu sammeln. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, und die Teilnehmer zeigten sich begeistert von den gewonnenen Erkenntnissen und den Möglichkeiten zur aktiven Gestaltung einer klimafreundlichen Zukunft.
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