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Inseln der Artenvielfalt

Kindergärten und Schulen als Inseln der Artenvielfalt

Kindergärten und Volksschulen in der Region Amstetten beobachten mit Sorge den Rückgang blütenbestäubender Insekten wie Wildbienen, Schmetterlinge und Fliegen. Dies gefährdet nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen und damit unsere Nahrungsmittelproduktion. Neben Pestiziden und intensiver Monokulturnutzung trägt auch der Klimawandel mit steigenden Temperaturen, Hitzewellen und Trockenperioden zu diesem Rückgang bei.

Um dem entgegenzuwirken, sollen gezielt „Inseln der Artenvielfalt“ geschaffen werden – artenreiche Flächen in Ortszentren, bei Schulen, Kindergärten und öffentlichen Gebäuden. Diese dienen nicht nur als Lebensraum für Insekten, sondern auch als Lernorte für Kinder und die Bevölkerung. So soll mehr Verständnis für vermeintlich „ungepflegte“ Flächen im öffentlichen Raum entstehen, insbesondere im Herbst, wenn verblühte Pflanzen stehenbleiben und wertvolle Nahrung sowie Schutz für zahlreiche Tierarten bieten.

Aktuell sind wir auf der Suche nach Gemeinde- oder Schulflächen (auch kleinere Restflächen), die als „Insel der Artenvielfalt“ gestaltet werden können.

Gemeinsam mit Kindergärten und Schulen organisieren wir Workshops und Spaziergänge mit Expert*innen, um ein Bewusstsein für die Bedeutung von Pflanzen und Artenvielfalt zu schaffen.


Förderung der Artenvielfalt am Festplatz in der Marktgemeinde Seitenstetten

27.05.2025

Die Marktgemeinde Seitenstetten setzt ein klares Zeichen im Umgang mit den spürbaren Folgen des Klimawandels. Mit gezielten Maßnahmen zur Klimawandelanpassung begegnet die Gemeinde den Herausforderungen unserer Zeit und stärkt gleichzeitig die Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger.
In enger Zusammenarbeit mit der KLAR! Region Amstetten Süd (Klimawandel-Anpassungsmodellregion) wurden in Seitenstetten mehrere zukunftsweisende Projekte umgesetzt:
Förderung der Artenvielfalt am Festplatz: Der Festplatz wurde naturnah umgestaltet. Blühflächen mit heimischen Pflanzenarten bieten Lebensraum für Insekten und Vögel und leisten einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität in der Region.

Die neue „Insel der Artenvielfalt“ – gelebter Klimaschutz auf Gemeindeebene.“  UGR Johannes Schachermayr, Obmann KLAR! Region Anton Kasser und Bgm. Johann Spreitzer


Oasen für Artenvielfalt: St. Peter/Au setzt auf Blühwiesen und Nachhaltigkeit

05.05.2025

Die Marktgemeinde St. Peter/Au gestaltete Kreisverkehre und Rabatte um: Blühwiesen und naturnahe Beete entstanden. St. Peter/Au setzt ein starkes Zeichen für ökologische Nachhaltigkeit und optische Aufwertung: die beiden Kreisverkehre an der B122 sowie mehrere Verkehrsinseln und Rabatte im öffentlichen Raum  wurden umgestaltet. Anstelle von herkömmlichen Bepflanzungen entstehen Blühwiesen und naturnahe Beete, die nicht nur das Ortsbild verschönern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. Umgesetzt wird das Vorhaben vom Bauhof-Team in enger Zusammenarbeit mit Landschaftsplaner Stefan Kastenhofer vom Land- und Gartenbetrieb Bognerhof und unterstützt von der KLAR! Region Amstetten Süd. Dabei werden Flächen umgestaltet, die künftig besonders bienen- und insektenfreundlich werden und gleichzeitig pflegeleicht bleiben sollen. Dieses Vorhaben stärkt nicht nur das ökologische Bewusstsein in der Region, sondern ist auch ein weiterer Schritt in der Umsetzung des Grünraumkonzepts der Gemeinde, das vor einigen Jahren initiiert wurde. Bürgermeister Johannes Heuras unterstreicht die Wichtigkeit dieses Vorhabens und bedankt sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz: „Mit dieser Umgestaltung leisten wir einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz.

Obmann Anton Kasser und Bgm. Heuras bei einem Kreisverkehr, dieser zu einer Blühwiese umgewandelt wird


Neue „Insel der Artenvielfalt“ in Aschbach

09.04.2025

Das Projekt „Insel der Artenvielfalt“ der KLAR! Region Amstetten betont die Bedeutung der Biodiversität für die Anpassung an den Klimawandel. Es soll das Bewusstsein der Bevölkerung für biodiversitätsrelevante Merkmale stärken und zeigen, wie man im eigenen Garten zur Artenvielfalt beitragen kann. Heimische Pflanzen schaffen vielfältige Lebensräume, die für Artenreichtum und funktionierende Ökosysteme notwendig sind. Höhere Artenvielfalt ermöglicht eine bessere Reaktion auf Klimaveränderungen. Elemente wie Hecken und Bäume bieten Lebensräume und Vernetzungsmöglichkeiten für viele Arten. In der Marktgemeinde Aschbach-Markt wird der Rad- und Gehrundweg durch biodiversitätsfördernde Pflanzungen aufgewertet.
Der bestehende Radweg liegt im Anschluss an einen Siedlungsverbund und eignet sich durch die hohe Besucherereichbarkeit ideal für die Umsetzung der geplanten Schritte. Die begleitenden Rasenflächen sollen durch die Gestaltung biodiversitätsfördernder Baum – und Strauchpflanzungen aufgewertet wird

Pflanzeinsatz in Aschbach für die Artenvielfalt


Neue „Insel der Artenvielfalt“ in Weistrach

07.03.2025

Die Gemeinde Weistrach setzt ein starkes Zeichen für den Naturschutz und startet gemeinsam mit der KLAR! Amstetten Süd ein Projekt zur Förderung der Biodiversität. Eine Gemeindefläche wird in eine „Insel der Artenvielfalt“ umgewandelt, um wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen.

Anfang März wurde das Saatgut für eine Wildblumenwiese ausgesät. Diese Wiese wird künftig wichtige Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge anlocken, Vögeln Nahrung bieten und zur ökologischen Vielfalt beitragen. Gerade im Zuge des Klimawandels spielt die Biodiversität eine entscheidende Rolle – widerstandsfähige Ökosysteme helfen, extreme Wetterereignisse besser abzufedern und das lokale Klima positiv zu beeinflussen.

Mit dieser Initiative zeigt die Gemeinde, wie wichtig regionale Maßnahmen für den Schutz der Natur sind.

Melanie Stiegerl (Gemeinde Weistrach) und Biologin Heidemarie Moser-Sturm bei der Aussaat


Wertvoller Beitrag zur Artenvielfalt mitten im Ort

21.06.2024

Die Marktgemeinde Ferschnitz hat sich vorbildlich dazu bereit erklärt, gemeinsam mit der KLAR! Region Amstetten eine „Insel der Artenvielfalt“ zu etablieren. Diese Initiative zielt darauf ab, die Biodiversität zu erhöhen und auf die Veränderungen in Flora und Fauna durch den Anstieg der Durchschnittstemperatur, Hitzewellen und Trockenheit zu reagieren.

Im vergangenen September fand ein Workshop mit den Schülern der Volksschule Ferschnitz statt. In den darauffolgenden Monaten setzte die Gemeinde gemeinsam mit der Biologin Heidemarie Moser-Sturm biodiversitätsfördernde Elemente wie eine Blühwiese, ein Wildnisbereich, eine Totholzfläche sowie Sträucher und Hecken um. Dadurch entstanden neue Lebensräume, Rastplätze und Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten.

Am vergangenen Freitag wurde die „Insel der Artenvielfalt“ mit zwei Klassen der Volksschule und im Beisein von Bürgermeister Michael Hülmbauer eröffnet. Die Biologin Heidemarie Moser-Sturm stellte den bereits als „Forscher der Artenvielfalt“ tätigen Kindern die neu errichtete Insel vor. Bei der Insektensuche mit Becherlupen konnten in kürzester Zeit verschiedene Arten entdeckt werden, und der Artenreichtum in der neu angelegten Blühwiese war deutlich sichtbar.

Zusätzlich wurden Schautafeln aufgestellt, die die einzelnen biodiversitätsfördernden Elemente beschreiben und der Bevölkerung als Anleitung dienen, wie sie auch in ihren eigenen Gärten für mehr Biodiversität sorgen können.

Eröffnung der Insel der Artenvielfalt mit Bürgermeister Michael Hülmbauer und Volksschulkindern

Suche nach Insekten auf der neuen Blühwiese

Tatkräftiger Einsatz auf der Gemeindewiese Ferschnitz

07.03.2024

Die Marktgemeinde Ferschnitz hat sich bereit erklärt, gemeinsam mit der KLAR! Region Amstetten das Projekt „Insel der Artenvielfalt“ auf der „Gemeindewiese Ferschnitz“ umzusetzen.

Im Zuge dieses Projekts soll die wichtige Funktion der Artenvielfalt (= Biodiversität) in Zeiten des Klimawandels hervorgehoben werden. Durch bewusstseinsbildende Begleitmaßnahmen wie eine Infotafel, eine Infoveranstaltung und einen Schulworkshop soll das Verständnis für vermeintlich „ungepflegte“ Flächen im öffentlichen Raum geweckt werden – gerade solche Flächen sind oft besonders artenreich.

Ziel ist es, durch das Schaffen bestimmter Lebensraumnischen die Artenvielfalt auf der Gemeindewiese zu erhöhen. So wurden Sträucher gepflanzt, die Nistangebote und Nahrung für Vögel bieten, und eine Blumenwiese angelegt. Dazu wurde die Grasnarbe entfernt und passendes Wildblumensaatgut ausgebracht. Diese Wiese darf nur noch maximal zweimal jährlich gemäht werden.

Darüber hinaus wird ein Lebensraum für gefährdete Reptilien, wie Eidechsen, mit Steinen geschaffen. Ein „Wildes (= ungemähtes) Eck“ wird entstehen, das Insekten Rückzugs- und Überwinterungsraum bietet. Ein „Totholzbereich“ – abgelegtes Holz und Astmaterial – soll Lebensraum für spezielle Insekten und Pilze schaffen, da viele hunderte Arten von vermoderndem Holz abhängig sind.

Am 7. März fand der erste Pflegeeinsatz auf der Gemeindewiese statt. Gemeinsam mit den Gemeindearbeitern und der Biologin Heidemarie Moser-Sturm war Bürgermeister Hülmbauer tatkräftig im Einsatz, um die Gemeindefläche in eine „Insel der Artenvielfalt“ umzugestalten. Sträucher wurden gepflanzt – darunter auch eine „Naschhecke“ für Kinder –, ein Teil der Wiese wurde aufgefräst und mit Wildblumensamen eingesät. Nun gilt es, abzuwarten und zu beobachten, wie die Natur wächst und sich entwickelt!

„Man merkt, dass Herrn Bürgermeister Hülmbauer die Natur in der Gemeinde Ferschnitz wirklich am Herzen liegt! Und das ist gut so, denn je mehr Arten- und Lebensraumvielfalt eine Region bietet, desto besser funktioniert das Gleichgewicht der Natur, und desto größer ist die Ressourcenkapazität in Zeiten des Klimawandels“, so die Biologin. Ferschnitz ist mit diesem Schritt auf dem richtigen Weg.

Bgm. Hülmbauer beim Setzen der Sträucher


Volksschulkinder „forschen“ im Auftrag der Artenvielfalt

15.09.2023

Vorbildlich hat sich die Marktgemeinde Ferschnitz bereit erklärt, gemeinsam mit der KLAR! Region Amstetten eine „Insel der Artenvielfalt“ umzusetzen.

Im Zuge dieses Projekts fand auf der zukünftigen „Insel der Artenvielfalt“ ein Workshop mit der Volksschule Ferschnitz statt. Die Kinder der 3b-Klasse und der 4. Klasse trafen sich mit ihren Lehrerinnen, VOL Andrea Wiesmüller und Prof. Michaela Hinterdorfer, BEd, auf der Wiese beim öffentlichen Spielplatz. Biologin Heidemarie Moser-Sturm erklärte den Kindern die Bedeutung der Artenvielfalt und gab den kleinen Forscherinnen spannende Aufgaben.

Mit Becherlupen wurden kleine Insekten vorsichtig gefangen, bestimmt und anschließend wieder freigelassen – natürlich genau dort, wo sie gefunden wurden, da dies ihr Lebensraum ist. Die Kinder lernten außerdem, dass Sträucher wichtige Verstecke und Rastplätze für Vögel bieten und dass ungemähte Wiesen für viele Insekten zum Überwintern unerlässlich sind.

Zum Abschluss erhielten die Kinder den Forschungsauftrag, die Wiese weiterhin zu beobachten, da sie in eine „Insel der Artenvielfalt“ umgewandelt wird. Anfang 2024 beginnen die Umgestaltungsmaßnahmen, und im Frühsommer ist ein Eröffnungsfest geplant. Dabei soll auch die Bevölkerung eingeladen werden, um das Renaturierungsprojekt kennenzulernen.

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Mehr Informationen

Kinder der Volksschule Ferschnitz


Wandern im Zeichen des Klimaschutz

29.04.2023

Am 29. April 2023 von 14:00 bis 17:00 Uhr fand der Umweltwandertag in der Marktgemeinde Ferschnitz statt. Das Motto lautete: „Gehen – Sehen – Verstehen“.

An verschiedenen Stationen zu den Themen Wald, Wiese, Wasser, Garten und Mobilität wurden die Veränderungen der Natur sowie die Auswirkungen des Klimawandels veranschaulicht und Handlungsalternativen aufgezeigt. Der Arbeitskreis konnte hierfür fachkundige Expertinnen gewinnen, darunter die Biologin und Pädagogin MMag. Heidemarie Moser-Sturm, die Waldpädagogin Viktoria Reiter, BSc, sowie die Biologin und Naturpädagogin Gudrun Schwarz, MSc. Sie alle gestalteten spannende Stationen für Jung und Alt.

Start und Ziel des Umweltwandertages war die Volksschule, wo umweltbewusste Snacks zur Verkostung bereitstanden. Wanderer konnten sich am „Natur im Garten“-Stand Tipps und Tricks rund ums Gärtnern holen und EMIL, das E-Auto, persönlich kennenlernen. Am Infostand des Vereins „Ferschnitzer EMIL“ erhielten Interessierte Einblicke, wie Mobilität im ländlichen Raum funktionieren kann – denn Fahrtendienste sind für Jung und Alt eine spannende, neue Möglichkeit, mobil zu sein.

Es war ein interessanter Nachmittag für die ganze Familie, und im Ziel wartete sogar eine kleine süße Überraschung für alle Kinder und Junggebliebenen.

Der Umweltwandertag „Gehen – Sehen – Verstehen“ kombinierte Spaß, Bewegung und Wissensvermittlung zum Klimawandel. Dem Organisationsteam war es besonders wichtig, Maßnahmen zur Klimawandelanpassung in allen Lebensbereichen aufzuzeigen – und wie schön, wenn dies so anschaulich gelingt wie bei einem Wandertag in der freien Natur!

v.l.n.r:. Bgm. Michael Hülmbauer, Biologin Heidemarie Moser-Sturm , Waldpädagogin Viktoria Reiter und Hedwig Schagerl vom Umweltarbeitskreis

LAbg. Bgm. Anton Kasser und Bgm. Michael Hülmbauer mit Team des Wandertages


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