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Hausbau

Bauschutt und Glasabfälle

Angebote für private Baustellen-Entsorgung ab 1. Juli 2025

Die Abgabe von Bauschutt ist ab 1. Juli 2025 zusätzlich zum Angebot in den fünf Schwerpunktzentren ebenfalls in Hollenstein und Neustadtl kostenpflichtig möglich. Dafür gibt es in diesen zwei ASZ die Möglichkeit, Bauschutt gemischt als Baumix zum Tarif von € 7,10 je begonnene 100 Liter abzugeben.

Folgende Qualitäten werden in den fünf Sammelzentren übernommen:

ArtPreisBeschreibung
Betonabbruch
€ 4,50/100 Liter

Weiterverarbeitung zu Betongranulat (RB)

Verwendung für Tragschichten, Drainageschichten, Wegebau, hochwertige Künettenverfüllung, Recyclingbeton

z.B. Waschbeton, Betondachziegel, Betonsteine, Pflastersteine aus Beton, Schalsteine, Betonfertigteile, Estrich, Naturstein

Bauschutt recyclingfähig
€ 6,00/100 Liter

Weiterverarbeitung zu recyclierten mineralischen Hochbau-Restmassen (RMH)

Verwendung für Künettenverfüllungen, Hinterfüllungen, Schüttungen

Abbruchmaterial aus Ziegelmauerwerk – Ziegel, Mörtel, Beton – mit geringfügigen Verunreinigungen wie Kabelschutzrohren o.ä., Ton-Dachziegel, Fliesen, etc.

Baumix
€ 7,10/100 Liter

(Deponiequalität gem. Anhang 2 DepVO)
Ablagerung auf Baurestmassendeponien

Holzfaserzement, Gasbeton, Porzellan, Keramik, verunreinigter Bauschutt

Gips
€ 5,60/100 Liter

Kreislaufführung zur Herstellung von neuen Gipsplatte

Gipsplatten (Gips-Wandbauplatten, Gips-Feuerschutzplatten, Gipsplatten mit Vliesarmierung, imprägnierte Platten) und Gipsfaserplatten

Glasabfälle gemischt, kostenlos

Scherben werden nach verschiedenen Aufbereitungsprozessen in der Glasproduktion zugesetzt und zu neuen Glasprodukten verarbeitet

Fensterglas, Flachglas, Verbundglas, Sicherheitsglas, Haushaltsglas, Spiegel

Ab 01. Juli 2025 ist die Übernahme der Baurestmassen in oben erwähnten GDA-Sammelzentren ab dem ersten Kilogramm kostenpflichtig. Je begonnene 100 Liter wird zu den angegebenen Tarifen verrechnet. Kostenlos übernommen werden haushaltsübliche Abfälle, die von der Qualität her Bauschutt sind – Haushaltkeramik und – porzellan (Teller, Tassen, Vasen usw.), Blumentöpfe aus Ton/Keramik und Dekorations- und Kunstgegenstände aus mineralischen Materialien.

Bauschutt aus größeren Bauvorhaben muss über gewerbliche Abfallwirtschaftsbetriebe entsorgt werden.

Entsorgung von Dämmstoffen und Asbestzement

In den gleichen Schwerpunktzentren können auch XPS- und EPS Abfälle aus dem Baubereich, sowie Abfälle von Mineralfasern (KMF; Glaswolle, Steinwolle, Telwolle, o.ä. kostenpflichtig und Kleinmengen Asbestzement kostenlos entsorgt werden.

Hintergrundinformationen

Verschiedene Dämmstoffe (XPS und künstliche Mineralfasern) wurden 2017 aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zu gefährlichen Abfällen erklärt. Das Umweltministerium stellte zeitgleich fest, dass Abfälle dieser Dämmstoffe sowie Asbestzementabfälle als „nicht haushaltsüblich“ gelten und somit die Entsorgung dieser gefährlichen „Baustellenabfälle“ Aufgabe der privaten Entsorgungsbetriebe sei. Der GDA hat hierauf die Übernahme solcher Materialien eingestellt und an die regionalen Entsorgungsfirmen verwiesen.

In der Praxis hat sich aber herausgestellt, dass es für Klein- und Kleinstmengen dieser Abfälle, die bei der Instandhaltung des Eigenheims doch immer wieder anfallen, kein adäquates Angebot gibt. „Annahmepauschalen“, „Wiegegebühren“, „Begleitscheingebühren“ und ähnliche Positionen summieren sich schnell auf € 40,- und mehr noch bevor man 1 kg Abfall entsorgt hat. Oft ist das ein Vielfaches der eigentlichen Entsorgungskosten.
In Folge wurden viele dieser Materialien – nicht sach- und umweltgerecht – über Restmüll, öffentliche Mülltonnen und illegale Ablagerungen entsorgt oder im Altstoffsammelzentrum als heimliches Geschenk hinterlassen. Bei jenen, die ordnungsgemäß entsorgt haben, war der Frust vielfach groß als die Rechnung präsentiert wurde.

Polystyrol-Dämmstoffe, die nach dem 21. März 2016 hergestellt bzw. nach dem 21. Juni 2016 verkauft wurden, sowie künstliche Mineralfasern ab dem Produktionsjahr 1998 sind keine gefährlichen Abfälle. Ohne Nachweis muss aber vom schlechteren Fall ausgegangen werden.
Wie funktioniert’s?
Für XPS, EPS und KMF gibt es auf den Gemeindeämtern 120-Liter-Bändchengewebesäcke zu kaufen. Mit dem Kaufpreis sind alle Entsorgungs-, Lager- und Transportkosten sowie sonstige Gebühren abgegolten. In diese Säcke sind die Dämmstoffe jeweils sortenrein (inkl. anwendungsspezifische Beimengungen) zu verpacken. Die vollen Säcke können  in den genannten Schwerpunktzentren abgegeben werden.
Kleinmengen Asbestzment (einzelne Blumenkästen, Fensterbänke, Fassendplatten, Dachplatten) können lose angeliefert und kostenlos abgegeben werden.

Preisliste Stand 01.01.2025

  • Gewebesack 120 Liter für künstliche Mineralfasern € 12,50
  • Gewebesack 120 Liter für XPS aus dem Baubereich € 20,00
  • Gewebesack 120 Liter für EPS aus dem Baubereich € 10,00

Die Gewebesäcke sind auf den Gemeindeämtern zu kaufen.

Kontakt:
Bernd Stöghofer, stoeghofer@gda.gv.at, 07475/533 40-212

*(Gutscheine aus GDA-Analog sind seit dem 1.6.2024 nicht mehr gültig.)

Vorsicht insbesondere beim Umgang mit künstlichen Mineralfasern und Asbestzement– diese können lungengängige Fasern enthalten und akute Atemwegsbeschwerden verursachen bzw. als Langzeitwirkung sogar Lungenkrebs verursachen. Aufwirbeln der Fasern vermeiden, Asbestzement nicht schneiden oder brechen, Schutzausrüstung verwenden (Maske mit P2-Filter, Schutzhandschuhe, Schutzbrille, Schutzanzug Typ 5).

Betriebe bei denen man größere Mengen dieser Materialien entsorgen kann:

Bitte vorher anrufen, bezüglich möglicher Änderungen.

Aktueller Stand: 01.07.2025

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